Bauhaus Prospekt - vom 1.03. bis 31.07.2024 - Seite 14 *

thumbnail - Prospekte Bauhaus - 1.03.2024 - 31.07.2024 - Produkte in Aktion - Fritz, Hat, Handhobel, Säge, Feile, Werkzeug. Seite 14.
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KIELLEISTE Hat großen Einfluss auf die Wendigkeit und das Kippverhalten des Kajaks STEVEN Definiert die Form des Rumpfes an Heck und Bug. An ihm werden die Enden der Leisten befestigt Das Wort Kanu ist hierzulande ein Sammelbegriff. Dazu zählt man Kanadier, jene oben offenen Boote, die kniend mit einem Stechpaddel gesteuert werden. Sie eignen sich gut für mehrere Passagiere und viel Gepäck. Schneller und wendiger dagegen sind Kajaks, die bis auf die Sitzluke geschlossen sind und beidseitig mit einem Doppelpaddel bewegt werden. Beide Typen hat Fritz über die Jahre schon gefertigt – sowohl in der massiven Leistenbauweise wie auch nach dem ultraleichten Skin-on-Frame-Prinzip. Skin-on-Frame hat den großen Vorteil, dass die Boote selbst für Einsteiger vergleichsweise schnell zu bauen sind und kaum spezielles Werkzeug erforderlich ist. Handhobel, Säge und Feile – viel mehr braucht es nicht. Die Konstruktion kommt fast ganz ohne Leim oder Schrauben aus. Die Holzleisten des Rahmens werden lediglich verknotet. So steckt das fertige Boot selbst harte Stöße weg – die Sehne gibt nach, wo Leim und Schrauben reißen können. Liebe zum Detail: Vom Zuschnitt über das Verknoten bis hin zum Bespannen und Lackieren führen Fritz Siepens Anleitungen Schritt für Schritt durch den Selbstbau eines Seekajaks 14 L Ä NG E R G LE ICH SCH NE LLE R UND SPUR TR E UE R Auf der Wupper demonstriert Fritz, was sein Seekajak sonst noch ausmacht: Mit wenigen Zügen bringt er es auf Tempo. „Länge läuft“, heißt es beim Paddeln. Schlanke Seekajaks halten leichter die Spur, lassen sich schneller und länger paddeln. Sie sind dadurch zwar weniger wendig als die kürzeren, flacheren Freizeitkajaks, es macht sie aber zum idealen Gefährt für lange Touren auf großen Gewässern und auf See. Fritz hat seinen Modellen zusätzlich noch eine Gepäckluke am Heck verpasst, um Ausrüstung, Proviant und Zelt für mehrtägige Touren zu verstauen. Seine letzte größere Tour – mit Ehefrau Claudia durch Schweden – ist indes schon eine Weile her. Der zweifache Vater hat dafür den Kanubau inzwischen vom Hobby zum Beruf gemacht: Er entwirft und fertigt Boote im Auftrag, veranstaltet eigene Workshops. Vor allem aber vertreibt er selbst entwickelte Anleitungen, Pläne und Bausätze. Das nötige Wissen hat er sich selbst aus Büchern und dem Internet geholt. Die meisten Quellen seien dabei auf Englisch, erklärt er, weil die Szene in Kanada und den USA am größten sei. Das intensive Selbststudium liegt dem leidenschaftlichen Autodidakten. Das praktische Ausprobieren und Verfeinern noch mehr. Der eher ruhige Typ glüht regelrecht auf, wenn es im Gespräch technisch wird: Rumpfformen, Knotentechniken, Hölzer, Gewebearten – Fritz hat sich über Jahre tief in die Materie gegraben. „Neue Fertigkeiten zu erlernen, das ist für mich fast der größte Reiz“, sagt er. In seinen Workshops gibt er das Wissen dann gern weiter. Die Liebe zum Detail und zum Lehren durchzieht auch seine Baupläne. Als passionierter Fotograf hat er jeden wichtigen Handgriff auf dem Weg zum fertigen Kajak bebildert. So werden selbst Einsteiger Schritt für Schritt mitgenommen. Dass er nicht an jeder traditionellen Vorgehensweise festhält, w w w. b a u h a u s . i n f o 1017_Freizeit_Reportage_Kanu_01_2024.indd 14 01.03.24 08:53

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